Finis Reise zur Wärme-Wolke
Es war einmal ein ganz kleines Wuselkind namens Fini. Fini war sehr, sehr schüchtern. Oft versteckte Fini sich hinter einem großen Blatt und hielt sich die Augen zu, wenn jemand vorbeikam. Fini hatte auch oft kalt, besonders wenn der Wind durch die Bäume pfiff und die kleinen Blätter tanzen ließ. Fini kuschelte sich dann ganz klein zusammen und zitterte ein bisschen. Eines Tages, als es wieder ganz kühl war und Fini sich hinter einem flauschigen Farn versteckt hatte, hörte Fini ein wunderschönes Geräusch. Es war ein fröhliches Summen und ein leises Lied. Das Lied klang so warm und freundlich, dass Fini ganz vorsichtig ein Äuglein aufmachte. Und dann noch ein Äuglein. Da stand eine kleine, leuchtende Funkelblume namens Liora. Liora hatte ein so strahlendes Lächeln, dass es aussah, als würde die Sonne aufgehen. „Hallo, kleines Wuselkind!“, sang Liora mit ihrer sanften Stimme. „Warum versteckst du dich? Bist du kalt? Ich weiß, wo es ganz warm wird!“ Fini war immer noch ein bisschen schüchtern, aber Lioras Lächeln war so ansteckend. „W-warm?“, fragte Fini leise. „Ja!“, sagte Liora und nickte fröhlich. „Komm mit! Wir fliegen mit der Wärme-Rakete zu den Kuschel-Wolken!“ Fini hatte noch nie eine Rakete gesehen, geschweige denn eine Kuschel-Wolke. Das klang aufregend, aber auch ein bisschen unheimlich. Liora nahm Finis kleine, zitternde Pfote. „Keine Angst! Das wird ein Riesenspaß!“, ermutigte sie. Zusammen gingen sie zu einer kleinen, glitzernden Rakete, die unter einem großen Pilz stand. Sie sah aus wie ein kleines, schimmerndes Zuckerstück. Liora öffnete die Tür und half Fini hinein. Innen war es ganz weich und gemütlich. Liora schnallte sie an und zählte rückwärts: „Drei! Zwei! Eins! Los!“ Mit einem sanften Zischen hob die Rakete ab. Fini klammerte sich erst fest, aber als sie aus dem Fenster schaute und die Bäume immer kleiner wurden, musste Fini kichern. Es war gar nicht gruselig, es war wie auf einer sanften Schaukel, die hoch, hoch, hoch flog. Liora sang ein lustiges Lied, und Fini summte bald mit. Die Kälte war ganz vergessen. Die Rakete flog durch den Himmel, vorbei an glitzernden Sternen, bis sie bei einer großen, weichen Wolke ankamen. Diese Wolke war nicht weiß, sondern leuchtete in den schönsten Farben – warmes Orange, sanftes Rosa und helles Gelb. „Das sind die Kuschel-Wolken!“, flüsterte Liora. Als sie landeten und die Tür aufging, strömte eine wunderbar warme Luft herein. Fini sprang hinaus und sank in die weichen Wolken. Es war so warm und gemütlich, dass Fini spürte, wie die Kälte einfach wegschmolz. Fini rollte sich in den warmen Wolken hin und her und kicherte glücklich. Die ganze Schüchternheit war verschwunden, und die Kälte sowieso. Fini streckte sich aus und fühlte sich ganz entspannt und wohlig warm. Liora setzte sich daneben und summte ein Schlaflied. Fini gähnte, die Äuglein wurden ganz schwer. Mit einem letzten, glücklichen Kichern schlief Fini in den warmen Kuschel-Wolken ein, träumend von schimmernden Raketen und fröhlichen Liedern.
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