← Alle Geschichten

Leni und die zauberhafte Pfirsich-Lama-Freundschaft

Es war einmal, in einem kleinen Haus mit einem großen Garten, da wohnte ein fröhliches Mädchen namens Leni. Leni liebte es, draußen zu spielen, besonders an sonnigen Nachmittagen. Heute hatte sie ihren kleinen Badmintonschläger dabei, der leuchtend gelb war, und einen bunten Federball, der rot, blau und grün schimmerte. Leni versuchte, den Federball immer und immer wieder hoch in die Luft zu schlagen. "Puff! Puff!", machte der Ball, aber er wollte nicht so recht fliegen, wie Leni es wollte. Er landete meistens direkt vor ihren Füßen. Plötzlich hörte Leni ein sanftes "Mmmhhmm?" – ein Geräusch, das ein bisschen wie ein Summen und ein bisschen wie ein sanftes Schnüffeln klang. Sie schaute sich neugierig um. Hinter dem großen Apfelbaum, dessen Blätter im Wind raschelten, stand ein Tier, das sie noch nie zuvor gesehen hatte. Es war viel größer als ein Hund, aber so flauschig wie ein riesiges Kissen. Es hatte lange, elegante Beine, einen langen Hals, große, freundliche Augen mit ganz langen Wimpern und ein lustiges, neugieriges Gesicht. Es war ein Lama! Das Lama hatte ganz weiches, weißes Fell, das aussah wie eine große, sanfte Wolke, die gerade vom Himmel gefallen war. Leni nannte es sofort Wolke in ihren Gedanken, denn es war so weiß und weich wie eine Sommerwolke. Wolke schaute Leni mit großen, traurigen Augen an. Es sah so aus, als ob sie schon lange unterwegs gewesen wäre und nun ganz alleine war. Leni merkte, dass Wolke Hunger hatte, denn ihr Bauch grummelte leise. "Hast du Hunger, liebe Wolke?", fragte Leni leise und streckte vorsichtig ihre Hand aus. Sie griff in ihre Hosentasche und fand einen großen, saftigen Pfirsich, den ihre Mama ihr für den Nachmittag eingepackt hatte. Der Pfirsich war ganz rund und orange, duftete wunderbar süß und fühlte sich ganz weich an. Leni hielt ihn Wolke vorsichtig hin. Wolke stupste den Pfirsich mit ihrer weichen Nase an, schnupperte daran und nahm ihn dann ganz, ganz vorsichtig mit ihren weichen Lippen. "Mmmh, wie lecker!", dachte Wolke bestimmt, während sie den Pfirsich genüsslich aufaß, Bissen für Bissen, bis nur noch der kleine, harte Kern übrig war. Und dann geschah etwas Wunderbares, etwas ganz und gar Zauberhaftes! Wolkes weiches Fell begann zu glitzern und zu funkeln. Zuerst nur ein kleines Funkeln, dann immer mehr, bis es in allen Regenbogenfarben schimmerte: Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau und Lila tanzten auf ihrem Fell. Ihre großen Augen leuchteten wie kleine Sterne. Wolke machte wieder ihr "Mmmhhmm?", aber diesmal klang es nicht traurig, sondern ganz fröhlich und voller Übermut. Sie stupste Leni sanft mit ihrer Nase an und dann, zu Lenis großer Überraschung, nahm sie den gelben Badmintonschläger ganz vorsichtig in ihren Mund! Mit einer ganz sanften und geschickten Bewegung schlug sie den bunten Federball hoch in die Luft. Viel, viel höher und schöner als Leni es je geschafft hatte! Der Ball schwebte wie eine kleine, leichte Wolke am blauen Himmel und tanzte in der Sonne. Leni lachte laut und glücklich. "Wolke, du bist ja zauberhaft!", rief sie voller Begeisterung. Wolke ließ den Schläger vorsichtig fallen und Leni hob ihn auf. Von diesem Moment an spielten sie zusammen. Leni schlug den Ball mit ihrem Schläger, und wenn er dann wieder langsam zu Boden fallen wollte, pustete Wolke sanft. Und das Pusten war nicht nur einfaches Pusten – nein, es war ein magisches Pusten! Ein kleiner, glitzernder Windhauch umgab den Federball, und er flog wieder von ganz alleine hoch, als hätte er plötzlich winzige, unsichtbare Flügel bekommen. Sie spielten Fangen mit dem Federball und lachten dabei so laut, dass sogar die Vögel in den Bäumen ihnen zuschauten. Sie spielten und spielten, bis die Sonne langsam unterging und der Himmel in wunderschönen Rosa- und Orangetönen leuchtete. Leni hatte noch nie so einen lustigen und magischen Nachmittag gehabt. Sie wusste, dass das Teilen ihres leckeren Pfirsichs das Beste war, was sie heute tun konnte, denn es hatte ihr eine ganz besondere Freundin geschenkt. Wolke war eine wundervolle, neue Freundin, die durch ein kleines Stück Obst und ein bisschen Lama-Magie in Lenis Leben gekommen war. Als es Zeit war, nach Hause zu gehen und die Sterne langsam am Himmel erschienen, gab Leni Wolke eine ganz, ganz große Umarmung. Wolkes Fell fühlte sich immer noch magisch und warm an. "Bis morgen, liebe Wolke!", flüsterte Leni. Wolke nickte mit ihrem langen Hals und stupste Leni noch einmal sanft an, bevor sie langsam hinter dem großen Apfelbaum verschwand. Leni ging glücklich und voller neuer Geschichten ins Haus. Sie konnte es kaum erwarten, ihrer Mama von der zauberhaften Pfirsich-Lama-Freundschaft zu erzählen. Und sie wusste, dass ihr Traum heute Nacht ganz bestimmt von Regenbogen-Lamas und fliegenden Federbällen handeln würde, die hoch über den Baumwipfeln tanzten.

Erstelle deine eigenen Geschichten

Lade Kigest herunter und generiere personalisierte Gute-Nacht-Geschichten für dein Kind.

🍎 Laden im App Store ▶️ JETZT BEI Google Play
Demnächst verfügbar
Kigest
Erstelle deine eigenen Geschichten Kostenlos herunterladen
🍎 App Store ▶️ Google Play