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Finnian und der funkelnde Schlaftropfen

Finnian der Fuchs wohnte in einem gemütlichen Bau unter einer großen Eiche. Es war Abend, die Sterne fingen an, sanft am Himmel zu leuchten, und Finnian sollte schlafen. Aber er war noch nicht ganz müde. "Mir fehlt etwas", dachte er und gähnte leise. Er schaute aus seinem Bau. Der Wald war ruhig, nur das leise Zirpen der Grillen war zu hören. Plötzlich sah Finnian etwas. Direkt vor seiner Nase, wo der Mondschein den Waldboden küsste, funkelte es hell. Es war ein winziges, aber intensives Leuchten, wie ein gefangener Stern. Neugierig, aber vorsichtig, schlich Finnian näher heran. Als er näher kam, bemerkte Finnian, dass das Funkeln nicht allein war. Ein winzig kleiner Ameisenmann, Anton, versuchte verzweifelt, das leuchtende Etwas zu bewegen. Das Funkeln war in Wirklichkeit ein riesiger Tautropfen, der so rein und rund war, dass er das Licht des Mondes wie ein Juwel einfing. Aber für Anton war dieser Tautropfen viel zu groß. Anton stieß und zog, aber der Tropfen bewegte sich kaum. Er war müde und traurig. Finnian senkte seine Schnauze ganz behutsam zum Boden. "Hallo, kleiner Freund", flüsterte Finnian, seine Stimme war weich wie Moos. "Kann ich dir helfen?" Anton zuckte zusammen. Ein Fuchs! Aber dieser Fuchs klang so freundlich. "Oh, Herr Fuchs", piepste Anton erschöpft. "Ich muss diesen Schlaftropfen zu unserer Königin bringen. Er soll uns süße Träume schenken. Aber er ist so schwer!" Finnian verstand. Es war ein besonderer Tropfen, ein magischer Wassertropfen, der vom Feen-Nebel des Abends stammte. Er war voller Schlafzauber. Finnian wusste, er musste sehr sanft sein, um ihn nicht platzen zu lassen. "Wir schaffen das zusammen", sagte Finnian. Er legte seine Pfote nicht auf den Tropfen, sondern schob ganz vorsichtig ein kleines, weiches Eichenblatt unter den Tropfen. Dann balancierte er das Blatt mit dem Schlaftropfen darauf, während Anton vorn zog und die Richtung wies. Es war eine langsame, vorsichtige Arbeit. Schritt für Schritt bewegte sich das glitzernde Juwel über den Waldboden. Als sie das Nest von Anton erreichten, wo die anderen Ameisen schon schliefen, strahlte der Tautropfen plötzlich noch heller. Das magische Licht stieg aus dem Tropfen auf, nicht heiß oder grell, sondern weich und silbern. Es war der Schlafzauber! Der Funken schwirrte durch die Luft und legte sich wie eine warme, unsichtbare Decke über den ganzen Wald. Überall gähnten die kleinen Tiere, die noch wach waren. Anton, nun ganz zufrieden, winkte Finnian zu. "Danke, Finnian. Jetzt werden alle gut träumen." Finnian spürte, wie die Müdigkeit, die er gesucht hatte, ihn endlich einholte. Der Schlafzauber roch nach feuchtem Waldboden und Mondlicht. Finnian trottete zurück zu seinem Bau. Er kuschelte sich tief in sein Nest. Er dachte an den winzigen, fleißigen Anton und den großen, funkelnden Tropfen. Er schloss die Augen und wusste, heute Nacht würden seine Träume besonders süß und glänzend sein. Gute Nacht, kleiner Finnian. Schlaf tief und fest.

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