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Fritzi und der weise Baum

Es war einmal, tief im grünen Wald, da lebte ein kleines Fohlen namens Fritzi. Fritzi hatte ein weiches, braunes Fell und eine weiße Mähne, die im Wind tanzte, wenn es über die Wiesen galoppierte. Jeden Morgen, wenn die Sonne durch die Blätter blinzelte, wachte Fritzi auf und war bereit für ein neues Abenteuer. Heute spielte Fritzi Verstecken mit seiner Mama. "Wo bist du, Mama?", wieherte es fröhlich, während es hinter einem Busch hervorlugte. Die Mama lachte und stupste Fritzi sanft mit ihrer Nase. Sie spielten und spielten, bis Fritzi ein glitzerndes Band sah, das in den Wald führte. Es war ein kleiner Pfad, den Fritzi noch nie zuvor gegangen war. "Ich bin gleich wieder da, Mama!", rief Fritzi, aber die Mama war gerade beschäftigt mit Grasen und hörte es nicht richtig. Neugierig trottete Fritzi den kleinen Pfad entlang. Die Bäume wurden immer größer und die Blätter rauschten wie ein sanftes Lied. Fritzi sah schöne Blumen in allen Farben und kleine Vögel, die lustige Lieder sangen. Nach einer Weile wurde es ein bisschen stiller. Fritzi merkte, dass es tiefer im Wald war, als es je gewesen war. Plötzlich sah es einen riesigen alten Eichenbaum, der so breit war, dass Fritzi dachte, es könnte ein ganzes Haus sein. Der Baum hatte so viele Äste, die wie große Arme aussahen. "Hallo, kleines Fohlen", raunte eine tiefe, freundliche Stimme. Fritzi schreckte erst ein wenig zusammen, aber dann sah es, dass die Stimme vom alten Eichenbaum kam. "Ich bin Karl", sagte der Baum. "Du scheinst ein bisschen verloren zu sein." Fritzi nickte schüchtern. "Ich habe einen neuen Weg entdeckt, aber jetzt finde ich den Weg zurück zu Mama nicht mehr", sagte es leise. Der alte Eichenbaum Karl lächelte mit seinen Blättern. "Keine Sorge, Fritzi. Der Wald ist groß, aber er ist auch sehr freundlich. Jeder Weg führt immer irgendwohin, und die Mama weiß, wo du bist. Sie wird bald kommen, oder du folgst einfach dem Sonnenlicht." Fritzi sah zum Himmel. Die Sonne zeigte den Weg. "Danke, Karl", sagte Fritzi und stupste sanft den dicken Stamm des Baumes. "Du bist so weise." "Schlaf ein bisschen hier in meinem Schatten", schlug Karl vor. "Dann hast du neue Kraft für den Rückweg." Fritzi kuschelte sich an die Wurzeln des alten Baumes. Es fühlte sich warm und sicher an. Der Wind sang ein Schlaflied durch die Blätter von Karl, und Fritzi schlief ein. Als Fritzi wieder aufwachte, schien die Sonne immer noch warm. Es fühlte sich erholt und stark an. Es stand auf und sah einen vertrauten Weg vor sich. Es war der Pfad, auf dem es gekommen war! Fritzi galoppierte fröhlich zurück, und schon bald sah es seine Mama, die es suchte. "Fritzi! Da bist du ja!", wieherte die Mama erleichtert. Sie gab Fritzi einen großen Schmatzer. Fritzi erzählte ihr von Karl, dem weisen alten Baum. Mama lächelte. "Ja, der Wald hat viele Geheimnisse und Freunde." Fritzi war so froh, wieder bei Mama zu sein. Es war müde, aber glücklich. Es wusste, dass es im Wald immer einen Weg und einen Freund geben würde.

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