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Fritzchens Blaubeer-Traum

Es war einmal ein kleiner, glänzender Marienkäfer namens Fritzchen. Er hatte sieben schwarze Punkte auf seinem roten Panzer und liebte den Sommer. Am allermeisten liebte Fritzchen die runden, saftigen Blaubeeren, die auf den Büschen direkt neben seiner winzigen Blättertür wuchsen. Eines Abends, als die goldene Sonne langsam unterging und der Himmel sich orange färbte, bekam Fritzchen einen riesigen Blaubeerhunger. "Mama", piepste er, "ich muss die leckerste Blaubeere finden!" Seine Mama Käfer lachte sanft. "Sei vorsichtig, mein Kleiner!" Fritzchen verabschiedete sich und machte sich auf den Weg zum großen Blaubeerbusch. Der Pfad war für seine kleinen Käferbeinchen abenteuerlich. Er krabbelte über Grashalme, die wie Bäume aussahen, und unter bunten Blumen hindurch. Plötzlich hörte Fritzchen ein leises Schaben. "Guten Abend, Fritzchen!", tönte eine freundliche Stimme. Es war Susi die Schnecke, die gemütlich an einem großen Blatt knabberte. "Suchst du auch Blaubeeren?", fragte Susi. "Ja!", rief Fritzchen. "Ich suche die allergrößte und süßeste Blaubeere im Garten!" Susi kicherte. "Ich habe heute Morgen einen fantastischen Blaubeerstrauch entdeckt. Er steht hinter dem großen Margeritenfeld, dort wo die Sonnenstrahlen am längsten scheinen. Die Beeren dort sind riesig!" Fritzchen bedankte sich bei Susi und krabbelte mit neuer Energie weiter. Der Weg schien nun nicht mehr so lang. Er begegnete einem Regenwurm namens Wurmi, der kurz seinen Kopf aus der Erde steckte und Fritzchen zuwinkte. Dann huschte noch ein kleiner Grashüpfer vorbei. Endlich erreichte Fritzchen das Ende des Gartens. Und tatsächlich! Da stand ein prachtvoller Blaubeerbusch, dessen Äste sich unter der Last unzähliger, dunkelblauer Früchte bogen. Fritzchens Augen wurden riesengroß vor Freude. Zwischen all den wunderschönen Beeren sah er eine, die war noch größer und runder als alle anderen. Sie hing ganz oben an einem dünnen Ast und leuchtete in einem besonders tiefen Blau. Mit all seiner kleinen Käferkraft begann Fritzchen den Ast hinaufzuklettern. Es war ein bisschen anstrengend, aber die königliche Blaubeere gab ihm neue Kraft. Als er endlich ganz oben ankam, biss er ganz vorsichtig in die pralle, saftige Frucht. Mmmh, sie schmeckte einfach himmlisch! Süß und leicht säuerlich zugleich, genau so, wie es Fritzchen am liebsten mochte. Er aß und aß, bis sein kleiner Marienkäferbauch ganz und gar rund und glücklich war. Als er satt war, spürte Fritzchen, wie seine kleinen Käferaugen immer schwerer wurden. Die Sonne war nun ganz verschwunden, und die ersten glitzernden Sterne funkelten am dunklen Nachthimmel. Er kuschelte sich gemütlich in die jetzt leere, weiche Hülle der Blaubeere. Er war so müde, so satt und so glücklich über sein Blaubeerabenteuer. Mit einem letzten, zufriedenen Seufzer schlief Fritzchen ein, tief und fest, und träumte von süßen Blaubeer-Träumen.

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