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Elfriede und der Tänzelnde Wirbelwind

Es war einmal eine sehr gemütliche Kuh namens Elfriede. Elfriede hatte ein wunderschönes schwarz-weißes Fell, Augen so sanft wie Schokoladenkugeln und vier breite, glückliche Hufe. Sie lebte auf einer großen, saftig grünen Wiese, wo sie den ganzen Tag genüsslich Gras kauen und die Welt beobachten konnte. Manchmal beobachtete sie die Bienen, die von Blume zu Blume summten, manchmal schaute sie den weißen Schäfchenwolken zu, die am blauen Himmel vorbeizogen. Eines sonnigen Nachmittags, als Elfriede gerade ein besonders leckeres Büschel Klee gefunden hatte, spürte sie ein kleines Kitzeln an ihrem Ohr. Es war ein ganz leichter Windhauch, der wie eine Feder über ihre Haut strich. "Muuuh?", brummte Elfriede und drehte ihren Kopf. Da war niemand zu sehen, aber die Grashalme tanzten fröhlich vor ihr. Es war Herr Wirbel, der kleine Schabernackwind! Er liebte es, Dinge durcheinanderzuwirbeln und dann wieder in Ordnung zu bringen. Herr Wirbel wurde ein klein wenig stärker. Er tanzte um Elfriedes Schwanz herum, sodass dieser fröhlich hin- und herschlenkerte. Dann wirbelte er ein paar bunte Blütenblätter auf und setzte sie Elfriede wie eine kleine Blumenkrone auf den Kopf. Elfriede blinzelte überrascht und sah die Blüten auf ihrer Stirn. Es gefiel ihr sehr, sie fühlte sich wie eine Königin. "Muuuh!", sagte sie zufrieden. Doch Herr Wirbel war noch nicht fertig mit seinem Spiel. Er wurde ein bisschen wilder, aber niemals gemein. Er drehte sich schneller und schneller, hob kleine Blätter vom Boden auf und ließ sie hoch in den Himmel fliegen. Es sah aus, als würden tausende kleiner Tänzer einen Luftballett aufführen. Elfriede war fasziniert. Ihr Schwanz wedelte vor Freude, und sie schaute dem bunten Spektakel zu. Der Wind war wie ein unsichtbarer Freund, der mit ihr spielte. Plötzlich sah Elfriede, wie Herr Wirbel etwas unter einem großen Busch aufwirbelte. Es war ein kleines, glänzendes Band, das dort versteckt war! Elfriede war neugierig. Sie ging langsam näher und stieß mit ihrer Nase dagegen. Was für eine schöne Entdeckung! Herr Wirbel hatte ihr ein kleines Geschenk gemacht. Als die Sonne langsam tiefer sank und der Himmel sich rosa färbte, wurde Herr Wirbel müde. Er drehte sich immer langsamer, sein Tanz wurde sanfter und sein Kitzeln leiser. Er strich Elfriede ein letztes Mal zärtlich über ihr weiches Fell, als wollte er „Gute Nacht“ sagen. Die Luft wurde ganz ruhig und friedlich. Elfriede legte sich genüsslich ins warme Gras. Sie fühlte sich glücklich und ein kleines bisschen magisch. Der lustige Wirbelwind hatte ihren Nachmittag zu einem ganz besonderen Abenteuer gemacht. Sie schloss ihre Augen und träumte von tanzenden Blumen und einem Freund, der so sanft war wie der Wind selbst. Schlaf gut, kleine Elfriede.

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