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Kiko der Kiwi und Selma die Robbe

Tief im Dschungel lebte ein kleiner Kiwi namens Kiko. Kiko war ein flauschiger Vogel, braun und rund, mit einem langen Schnabel. Er liebte es, durch die Blätter zu rollen und nach leckeren Würmern zu suchen. Aber Kiko konnte nicht fliegen, und das machte ihn manchmal ein bisschen traurig. Er träumte oft davon, die große, weite blaue See zu sehen, die er nur von weitem rauschen hörte, aber er wusste nicht, wie er dorthin kommen sollte. Nicht weit entfernt, im kühlen Nass des Ozeans, wohnte eine fröhliche Robbe namens Selma. Selma liebte es, durch die Wellen zu gleiten, mit den Fischen zu spielen und sich in der Sonne zu aalen. Sie war eine neugierige Robbe und fragte sich oft, was es wohl jenseits des Strandes gab, tief im Land. Aber an Land war Selma etwas ungeschickt und kam nicht weit. Eines sonnigen Nachmittags, als Kiko mutig bis zum äußersten Rand des Dschungels gerollt war und zum ersten Mal einen Blick auf das glitzernde Meer erhaschte, steckte Selma ihren Kopf aus dem Wasser. Kiko war überrascht, so ein großes Tier zu sehen, und Selma war fasziniert von dem kleinen, runden Vogel am Strand. Sie schauten sich einen Moment lang an, dann lächelte Selma mit ihren großen Augen. „Hallo!“, rief Selma fröhlich. „Was machst du hier so nah am Wasser?“ Kiko piepste schüchtern zurück. „Ich bin Kiko. Ich wollte sehen, wie das Meer aussieht. Es ist so wunderschön, aber ich kann nicht fliegen, um es von oben zu sehen.“ Selma nickte verständnisvoll. „Ich bin Selma. Ich wünschte, ich könnte auch weiter ins Land gehen und die bunten Blumen und hohen Bäume sehen, aber an Land bin ich nicht so schnell.“ Da bekam Selma eine wunderbare Idee! „Kiko“, sagte sie, „wenn du auf meinen Rücken kletterst, kann ich dich ins Meer tragen! Dann kannst du sehen, wie groß und blau es wirklich ist!“ Kiko staunte. Das war eine aufregende, aber auch ein bisschen unheimliche Idee. „Wirklich? Kannst du das tun?“, fragte er mit großen Augen. „Klar!“, sagte Selma ermutigend. „Ich bin eine sehr gute Schwimmerin.“ Vorsichtig kletterte Kiko auf Selmas breiten Rücken. Es kitzelte ein bisschen, aber er hielt sich gut fest. Selma glitt sanft ins Wasser. Zuerst war Kiko etwas ängstlich, aber als er sah, wie Selma elegant durch die Wellen schwamm, entspannte er sich. Er sah bunte Fische unter sich schwimmen, er sah die weite, blaue Oberfläche bis zum Horizont und die Sonne, die auf dem Wasser tanzte. „Oh, Selma! Es ist noch viel schöner, als ich es mir vorgestellt habe!“, rief Kiko begeistert. Nach einer Weile schwamm Selma mit Kiko zurück an den Strand. „Danke, danke, Selma! Das war das beste Abenteuer aller Zeiten!“, sagte Kiko. Jetzt war Kiko an der Reihe. „Komm, Selma! Ich zeige dir etwas Besonderes im Dschungel, direkt hier in der Nähe!“ Selma folgte Kiko, der vor ihr her rollte. Kiko führte Selma zu einem wunderschönen Busch mit den leuchtendsten, roten Blüten, die sie je gesehen hatte. Selma schnüffelte vorsichtig an den Blüten und lächelte glücklich. „Wie wunderschön! Das hätte ich nie gesehen ohne dich, Kiko!“, sagte sie. Von diesem Tag an wurden Kiko der Kiwi und Selma die Robbe die besten Freunde. Sie trafen sich oft am Strand. Selma nahm Kiko mit auf kleine Ausflüge ins Meer, und Kiko zeigte Selma immer wieder neue, wunderschöne Dinge am Rande des Dschungels. Sie lernten, dass sie zusammen viel mehr sehen und erleben konnten, als alleine. Und wenn der Tag zu Ende ging, träumten sie von den vielen weiteren Abenteuern, die sie noch gemeinsam erleben würden. Schlaf gut, kleiner Freund, und träume von deinen eigenen wunderbaren Abenteuern!

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