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Das verlorene Wolkenkissen

Es war einmal auf einem wunderschönen Bauernhof, der Bauernhof Sonnenschein hieß. Dort lebten viele Tiere, aber heute Abend erzählen wir von drei ganz besonderen Freunden: Frieda, der sanften Kuh mit den großen, braunen Augen; Locke, dem flauschigen Schaf mit dem weichen, weißen Fell; und Rosalie, dem kleinen, fröhlichen Schwein, das immer gerne im Matsch spielte. Jeden Abend, wenn die Sonne langsam unterging und der Himmel sich orange und lila färbte, versammelten sich die Tiere, um zu sehen, wie Bauer Karl die Stalltüren schloss. Aber heute Abend war Bauer Karl ein wenig traurig. Er suchte etwas. „Wo ist nur mein liebstes, weichstes Wolkenkissen geblieben?“, murmelte er. „Ohne es kann ich nicht gut schlafen.“ Frieda, Locke und Rosalie hörten das. Sie mochten Bauer Karl sehr und wollten ihm helfen. „Keine Sorge, Bauer Karl!“, muhte Frieda sanft. „Wir werden dein Wolkenkissen finden!“ Locke nickte zustimmend, und Rosalie quiekte aufgeregt. Sie beschlossen, sich auf die Suche zu machen. Zuerst ging Frieda in den großen Kuhstall. Sie sah unter den Heuballen nach, schnüffelte in jeder Ecke und schaute sogar in die leeren Eimer. Aber kein Wolkenkissen war zu sehen. „Vielleicht ist es ja draußen geblieben“, dachte sie und trottete wieder hinaus. Als Nächstes war Locke an der Reihe. Mit ihren kleinen Hufen lief sie vorsichtig zum Apfelbaum, unter dem Bauer Karl oft ein Nickerchen machte. Sie stupste mit ihrer Nase die abgefallenen Blätter beiseite und spähte zwischen den Wurzeln hindurch. Aber da lag nur ein alter Apfel und ein paar kleine Steine. Kein kuscheliges Kissen. Nun war Rosalie dran. Rosalie liebte den Matsch, und manchmal verlor Bauer Karl kleine Dinge, wenn er in der Nähe des Matschlochs arbeitete. Sie wühlte mit ihrer kleinen Schnauze im weichen, kühlen Matsch. Es machte ihr viel Spaß, aber auch hier war das Kissen nicht zu finden. Die drei Freunde trafen sich wieder in der Mitte des Hofes. Sie waren ein bisschen ratlos. „Wo könnte es denn noch sein?“, fragte Frieda. Locke seufzte leise. Rosalie dachte angestrengt nach, während sie sich eine Schlammnase rieb. Plötzlich hatte sie eine Idee! „Quiek!“, rief Rosalie aufgeregt und rannte zum Gemüsegarten. Frieda und Locke folgten ihr neugierig. Bauer Karl hatte heute Morgen im Garten gearbeitet. Rosalie sprang über eine kleine Reihe Kohlköpfe und blieb vor einer großen, grünen Kürbispflanze stehen. Und da war es! Zwischen den riesigen Kürbisblättern, ganz versteckt und fast nicht zu sehen, lag Bauer Karls weiches, weißes Wolkenkissen! Es war sauber und unversehrt, als hätte es sich ein eigenes kleines Versteck gesucht. Rosalie quiekte vor Freude, Frieda muhte glücklich, und Locke blökte erleichtert. Sie nahmen das Kissen vorsichtig auf und trugen es gemeinsam zu Bauer Karl, der immer noch besorgt auf seiner Bank saß. „Oh, meine lieben Freunde!“, rief Bauer Karl und seine Augen strahlten. „Ihr habt mein Wolkenkissen gefunden! Vielen, vielen Dank!“ Er nahm das Kissen und drückte es fest an sich. Er war so froh, dass er seinen Freunden einen großen Korb mit frischem Heu, knackigen Äpfeln und sogar ein paar leckeren Kürbisstückchen gab. Die Sonne war nun ganz untergegangen, und die ersten Sterne funkelten am dunklen Himmel. Frieda, Locke und Rosalie waren müde von ihrer aufregenden Suche. Sie genossen ihre Belohnungen und kuschelten sich dann in ihre warmen Ställe. Sie wussten, dass sie gute Freunde waren und dass sie zusammen jedes Problem lösen konnten. Bauer Karl legte sein Wolkenkissen auf den Kopf und schlief friedlich ein, genau wie Frieda, Locke und Rosalie. Sie träumten von neuen Abenteuern und davon, wie schön es war, Freunde zu sein. Und so endete ein weiterer schöner Tag auf dem Bauernhof Sonnenschein. Schlaf gut, kleine Maus.

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