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Brunos Reise zum Mond

Es war einmal ein kleiner Junge namens Bruno. Bruno liebte alles, was glitzerte und hoch am Himmel war. Besonders liebte er die Sterne und den großen runden Mond. Jede Nacht, wenn Mama ihm eine Gute-Nacht-Geschichte vorlas, schaute Bruno aus seinem Fenster und träumte von fernen Galaxien. Sein bester Freund bei all diesen Träumen war sein alter, flauschiger Teddybär namens Kuschelmutz. Kuschelmutz war ein besonderer Bär. Er hatte ein kleines, aufgesticktes Sternchen auf seinem Bauch und sah immer so aus, als wüsste er alle Geheimnisse des Universums. Eines Abends, nachdem Mama Brunos Lieblingslied gesungen hatte und das Licht ausgemacht war, flüsterte Bruno zu Kuschelmutz: 'Kuschelmutz, ich wünschte, wir könnten zum Mond fliegen. Nur einmal, ganz schnell, hin und zurück, bevor ich einschlafe!' Kuschelmutz blinzelte mit seinen Knopfaugen, als ob er 'Ja!' sagen wollte. Bruno krabbelte aus seinem Bett und schaute sich im Zimmer um. Was konnte sie zum Mond bringen? Da sah er sie! Seine kleine rote Spielzeugrakete, die er von Papa zum Geburtstag bekommen hatte. Sie stand auf seinem Schreibtisch und sah aus, als würde sie nur darauf warten, abzuheben. Bruno nahm die Rakete vorsichtig in seine Arme. 'Das ist es, Kuschelmutz! Das ist unsere Sternenschnuppe!' flüsterte er aufgeregt. Er setzte Kuschelmutz in den kleinen Pilotensitz der Rakete und kletterte dann selbst hinein. Es war etwas eng da drin, aber das machte nichts! Eine Mondreise war viel wichtiger. Bruno drückte auf einen imaginären roten Knopf. 'Zehn! Neun! Acht! Sieben! Sechs!' zählte er leise. Kuschelmutz saß ganz still und festgeschnallt. 'Fünf! Vier! Drei! Zwei! Eins! Null! Start!' Mit einem leisen Zischen und einem sanften Ruck hob die Sternenschnuppe ab. Zuerst schwebte sie nur ein kleines Stück über Brunos Teppich, dann immer höher und höher. Durch das Fenster sah Bruno, wie sein Zimmer immer kleiner wurde. Bald waren sie durch das offene Fenster geflogen, hinaus in die kühle Nachtluft, direkt auf den großen, leuchtenden Mond zu. Draußen war es dunkel, aber unendlich viele kleine Lichter funkelten um sie herum – es waren die Sterne! 'Schau, Kuschelmutz, die Sterne!' rief Bruno erstaunt. Sie flogen durch Sternenfelder, die aussahen wie Diamanten, die jemand über ein schwarzes Tuch gestreut hatte. Die Sternenschnuppe tanzte vorbei an winzigen, glitzernden Staubwolken und schimmernden Planeten. Sie sahen einen Planeten, der ganz rot war und aussah wie ein großer Rostfleck im All, und einen anderen, der blaue Ringe hatte, die sanft leuchteten. Alles war so still und friedlich hier oben. Plötzlich sah Bruno etwas winzig Kleines, das an ihrem Fenster vorbeischwebte. Es war ein kleines, hellblaues Sternenwesen mit großen, freundlichen Augen und winzigen Flügeln, die wie Schmetterlingsflügel aussahen. Es winkte ihnen zu! Bruno winkte zurück und Kuschelmutz wackelte mit dem Kopf. Das Sternenwesen lächelte und flog dann mit einem zarten Glitzern weiter, tiefer in das unendliche All hinein. Endlich erreichten sie den Mond. Er war viel größer und näher, als Bruno ihn je gesehen hatte, ein riesiger, grauer Ball, der im Licht der fernen Sonne silbern glänzte. Sie schwebten sanft über die Mondoberfläche, sahen hohe Berge, tiefe Täler und runde Krater, die wie kleine Schüsseln aussahen. Der Mond sah ganz anders aus als Brunos Teppich zu Hause, aber auf seine eigene Art wunderschön. Bruno legte seinen Kopf an Kuschelmutz' weiche Schulter. 'Es ist so schön hier, Kuschelmutz', murmelte er, seine Augen wurden langsam schwer. Die Reise war aufregend gewesen, aber nun spürte er die Müdigkeit tief in seinen Knochen. Kuschelmutz gab ein kleines, zufriedenes Grunzen von sich, als würde er sagen: 'Ja, aber es ist auch schön, nach Hause zu kommen.' Es war Zeit, nach Hause zu fliegen, zurück in sein warmes Bett. Die Sternenschnuppe drehte sanft um und nahm Kurs zurück zur Erde. Sie flogen wieder an den vielen Sternen vorbei, die jetzt wie kleine Lichtpunkte in Brunos Augen tanzten. Bruno schaute noch einmal zu dem kleinen blauen Sternenwesen, das sich verabschiedete. Der blaue Planet, Brunos Zuhause, wurde immer größer und schimmerte so einladend im dunklen All. Es war ein wunderbares Gefühl, zu wissen, dass Mama und Papa dort warteten, und sein weiches Bett. Mit einem letzten, sanften Zischen landete die Sternenschnuppe wieder genau auf Brunos Teppich, direkt neben seinem Bett. Bruno und Kuschelmutz waren sicher und wohlbehalten zu Hause, ganz glücklich mit ihrem Abenteuer. Bruno kletterte vorsichtig aus der Rakete. Er legte Kuschelmutz behutsam auf sein Kissen und kuschelte sich dann selbst unter seine Decke. Er gähnte herzhaft. 'Gute Nacht, Kuschelmutz', flüsterte er. 'Das war das schönste Abenteuer überhaupt.' Kuschelmutz saß da, ein stiller Begleiter, der so aussah, als würde er alle Geheimnisse ihrer Weltraumreise kennen. Bruno schloss seine Augen und träumte von funkelnden Sternen, roten Planeten und kleinen, freundlichen Sternenwesen, während die Sternenschnuppe still auf dem Teppich wartete, bereit für das nächste Abenteuer.

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