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Goldi und das Glitzerwasser

Es war einmal, hoch oben am Himmelszelt, da erwachte ein besonders fröhlicher Sonnenstrahl. Sein Name war Goldi, und er liebte es, die Welt zu beleuchten. Jeden Morgen, wenn der Himmel sich rosa färbte, streckte Goldi seine goldenen Finger aus und malte die Wolken in schönen Farben an. Heute aber hatte Goldi ein besonderes Ziel: den tiefblauen Ozean. Weit unten im Ozean, zwischen sanft wiegenden Algen und bunten Steinen, schwamm ein kleines Fischlein namens Finchen. Finchen hatte Schuppen, die in allen Regenbogenfarben glitzerten, wenn das Licht sie traf. Sie war sehr neugierig und schwamm gerne zwischen den großen Felsen herum und suchte nach winzigen Muscheln. Als Goldi am Ozean ankam, tanzte er erst ein wenig auf den Wellen. Die Wellen kicherten leise, als Goldi sie kitzelte. Dann tauchte Goldi tiefer und tiefer, durch das klare Wasser. Er wollte Finchen finden! Sein warmes Licht bahnte sich den Weg durch das Blau, und wo es hinkam, fing das Wasser an zu glitzern wie Tausende kleiner Diamanten. Finchen bemerkte plötzlich ein wunderbares Licht. Es war so warm und hell, anders als das normale Licht, das nur von oben kam. Neugierig schwamm sie darauf zu. Da war es! Ein goldener Faden aus Licht, der direkt zu ihr hinabzog. Finchen schwamm in das Licht hinein und spürte, wie ihre kleinen Schuppen warm wurden. Sie fühlte sich ganz wohlig und sicher. Sie zupfte sanft an einem Faden von Goldis Licht, und das Wasser um sie herum sprudelte vor Freude. Goldi war glücklich, Finchen gefunden zu haben. Er blieb eine ganze Weile bei ihr, wärmte das Wasser um sie herum und ließ ihre Schuppen funkeln. Finchen schwamm vergnügt im Licht herum, machte Purzelbäume und spielte Verstecken mit den Lichtpunkten, die Goldi ihr schickte. Es war das schönste Spiel, das Finchen je gespielt hatte. Doch dann, als der Tag langsam zu Ende ging, merkte Goldi, dass es Zeit war, sich zu verabschieden. Die Sonne begann, am Horizont zu versinken. Goldi wurde sanfter und sein Licht wurde weicher. Er hauchte Finchen einen letzten warmen Kuss auf ihre glitzernden Schuppen. „Bis morgen, liebes Fischlein“, flüsterte Goldi, „ich komme wieder und bringe dir mehr Licht und Wärme.“ Finchen spürte, wie das Licht langsam schwächer wurde, aber die Wärme blieb in ihren Schuppen. Sie kuschelte sich zwischen die weichen Algen. Sie war müde, aber sehr glücklich. Mit einem letzten Glitzern ihrer Schuppen schloss Finchen ihre Augen. Sie wusste, dass Goldi morgen wieder da sein würde, um den Ozean und sie selbst zum Leuchten zu bringen. In ihren Träumen sah sie schon die goldenen Fäden von Goldi tanzen und schlief friedlich ein.

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