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Frieda und der Zirkustraum

Es war einmal ein kleines, flauschiges Lamm namens Frieda. Frieda lebte auf einer grünen Wiese mit ihrer Familie. Am liebsten beobachtete Frieda die bunten Zelte des Wanderzirkus, die manchmal am Horizont auftauchten. Sie träumte davon, eines Tages selbst in einem Zirkus aufzutreten, aber Frieda war sehr schüchtern und versteckte sich oft hinter ihrer Mama. Friedas bester Freund war ein kleiner, flinker Igel namens Hannes. Hannes war mutiger als Frieda und liebte Abenteuer. Er sagte immer: "Frieda, du bist so besonders! Dein weiches Fell und dein fröhliches Hüpfen könnten jedem ein Lächeln ins Gesicht zaubern!" Frieda kicherte dann nur verlegen. Eines Tages kam der Zirkus ganz nah an ihre Wiese heran! Überall roch es nach Popcorn und Sägemehl, und fröhliche Musik schallte herüber. Friedas Herz machte Purzelbäume, aber ihre Beine wollten nicht zum Zirkus gehen. "Komm schon, Frieda!", rief Hannes und stupste sie mit seiner Nase an. "Lass uns nur einen kleinen Blick hineinwerfen!" Zögernd folgte Frieda Hannes. Sie schlichen sich unter dem bunten Zelt durch und ihre Augen wurden groß. Clowns mit roten Nasen lachten, Seiltänzer schwebten hoch oben, und Pferde mit glitzernden Mähnen tanzten im Kreis. Plötzlich hörten sie Herrn Direktor Bertram rufen: "Ach du Schreck! Wer hilft uns denn jetzt mit der neuen Nummer? Die kleine Hürde ist zu hoch für unsere Dackel!" Frieda, die eigentlich sehr gut über kleine Zäune springen konnte, spürte einen kleinen Mut in sich wachsen. Hannes sah sie an und zwinkerte. Vorsichtig trat Frieda vor. "Ich... ich könnte vielleicht helfen", flüsterte sie leise. Herr Bertram, ein freundlicher Mann mit Schnurrbart, sah sie überrascht an. "Ein Schaf, das über Hürden springt? Das haben wir ja noch nie gesehen!" Er gab Frieda eine Chance. Die Musik setzte ein, und Frieda, mit Hannes, der am Rand anfeuerte, nahm Anlauf. Sie sprang elegant über die kleinen Hürden, die der Direktor aufgestellt hatte – hoch, höher, am höchsten! Ihr weißes Fell flog durch die Luft, und sie landete jedes Mal sanft und perfekt. Das Publikum, das sich versammelt hatte, klatschte und jubelte! Frieda war so glücklich! Sie hatte ihre Schüchternheit vergessen und strahlte. Herr Bertram lachte und sagte: "Du bist ein Naturtalent, kleines Lamm! Eine echte Zirkusprinzessin!" Hannes stupste Frieda stolz an. Frieda hatte ihren Traum wahr gemacht. Als die Sonne unterging und Frieda mit Hannes zurück zur Wiese ging, fühlte sie sich nicht mehr schüchtern. Sie wusste, dass in jedem von uns ein kleiner Zirkusstar steckt, der nur darauf wartet, entdeckt zu werden. Und manchmal braucht man nur einen guten Freund, der einen daran erinnert.

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