Kasimir, Seraphina und das Regenbogen-Nickerchen
Es war einmal, in einem Land, wo die Sonne immer sanft schien und die Blumen in den schönsten Farben blühten, ein kleiner Löwenjunge namens Kasimir. Kasimir hatte den ganzen Morgen gespielt. Er hatte Schmetterlingen nachgejagt und mit den weichen Grashalmen gekuschelt. Nun aber gähnte er einen großen Gähner und seine Augenlider wurden ganz schwer. Es war Zeit für ein Nickerchen. Kasimir trottete langsam durch die duftende Wiese. Er suchte einen ganz besonders gemütlichen Platz, wo er sich hinlegen konnte. Plötzlich sah er etwas Glitzerndes am Rande eines kleinen Teiches. Neugierig schlich er näher. Dort stand ein wunderschönes Einhorn, so weiß wie eine Wolke, mit einem Horn, das in allen Farben des Regenbogens schimmerte. Es war Seraphina, das Einhorn. Sie trank gerade sanft aus dem Teich. Seraphina sah Kasimir und lächelte mit ihren großen, freundlichen Augen. "Hallo, kleiner Löwenfreund", flüsterte sie. "Suchst du auch einen ruhigen Ort zum Ausruhen?" Kasimir nickte müde. "Ja", murmelte er, "ich bin so müde, dass meine Pfoten kaum noch tragen." Gerade in diesem Moment geschah etwas Wunderschönes. Ein sanfter Sommerregen begann zu fallen, aber die Sonne schien noch immer. Und siehe da! Ein prächtiger Regenbogen spannte sich über den Himmel, von einem Ende der Wiese bis zum anderen. Er war so groß und farbenfroh, mit Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau und Lila, dass Kasimir und Seraphina staunend nach oben blickten. Die Farben des Regenbogens waren so warm und einladend. Sie tanzten sanft über die Wiese und hüllten Kasimir und Seraphina in ein weiches, buntes Licht. Eine ganz besondere Ruhe breitete sich aus. Kasimir spürte, wie der Regenbogen seine Müdigkeit noch sanfter machte. Er lehnte sich vorsichtig an Seraphinas weiche Flanke. Sie war warm und roch nach frischen Blüten und ein bisschen nach Regenbogen. Seraphina legte ihren Kopf sanft auf das Gras und schloss ihre Augen. Die Regenbogenfarben wiegten sie in den Schlaf. Kasimir gähnte noch einmal, einen kleinen, zufriedenen Gähner, und kuschelte sich tiefer in Seraphinas weiches Fell. Die Wärme des Regenbogens und die Nähe seiner neuen Freundin machten ihn ganz schläfrig. Er träumte von Regenbogenwolken und davon, wie er mit Seraphina durch bunte Blumenfelder sprang. Bald schliefen beide tief und fest, eingehüllt im sanften Licht des Regenbogens. Gute Nacht, kleiner Löwe. Gute Nacht, Einhorn. Schlaft gut.
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