Elara und das silberne Sternenlicht
Tief im Herzen eines alten, verwunschenen Waldes, wo die Bäume uralt waren und ihre Blätter wie smaragdgrüne Geheimnisse flüsterten, lebte eine winzige Fee namens Elara. Ihre Flügel waren zart und leuchteten in allen Farben, die man sich vorstellen kann, aber ihr liebster Besitz war ein kleines Fläschchen mit silbern glitzerndem Sternenstaub, das sie immer bei sich trug. Es funkelte, als wären tausend winzige Sterne darin gefangen. Elara war nicht allein. Ihr allerbester Freund war Finchen, ein kleiner, schlauer Fuchs mit einem wuscheligen Schwanz und Augen, die voller Neugier funkelten. Finchen liebte es, in den Sommernächten durch den Wald zu streifen und die aller süßesten, knallroten Kirschen von den Sträuchern zu naschen, die im Mondlicht wie kleine Edelsteine leuchteten. Eines Abends, als die letzten Strahlen der Sonne den Himmel in sanftes Orange und Lila tauchten und Finchen gerade die letzte saftige Kirsche gepflückt hatte, rief sie aufgeregt: „Elara, liebe Elara! Lass uns heute Nacht die unendliche Weite des Himmels erkunden! Ich habe gehört, die Sterne sind heute besonders hell.“ Elara lächelte ihr feenhaftes Lächeln. „Das ist eine wunderbare Idee, mein liebes Finchen! Ich habe mein ganz besonderes, silbernes Teleskop schon bereitgestellt.“ Sie zog ein langes, schlankes Rohr hervor, das aussah, als wäre es aus poliertem Mondlicht und mit feinstem Silbergitter verziert. Es glänzte so schön, dass man sein eigenes Spiegelbild darin sehen konnte. Vorsichtig trugen die beiden Freunde das magische Gerät auf ihre liebste Wiese, die auf einer kleinen Anhöhe lag und von der aus man die Sterne am allerbesten beobachten konnte, ohne dass die hohen Bäume die Sicht versperrten. Sie richteten das silberne Teleskop zum Himmel aus. Finchen war die Erste, die hindurchsehen durfte. „Oh, Elara, schau mal!“, flüsterte Finchen voller Ehrfurcht. „Da ist ein Stern, der ganz anders leuchtet! Er ist nicht nur gelb, er ist... er ist so warm und goldig, fast wie der Duft von Mamas leckerem Curry, wenn sie es zum Abendessen kocht! Ein echter Currystern!“ Elara nickte und schaute ebenfalls. „Du hast recht, Finchen. Er ist ganz besonders warm und freundlich, nicht wahr? Er schickt uns liebe Grüße aus dem All.“ Sie saßen lange da und beobachteten nicht nur den Currystern, sondern auch unzählige andere funkelnde Lichter – große und kleine, helle und schwache, bis ihre Augenlider schwer wurden und kleine Gähner ihnen entwischten. Elara wusste, was jetzt fehlte. Sie zauberte zwei kleine, hölzerne Tassen hervor, gefüllt mit einem warmen, dunklen Getränk. Es duftete ein bisschen nach heißer Schokolade, ein bisschen nach süßen Waldbeeren und hatte einen ganz besonderen, leicht würzigen Hauch, der an den gemütlichen Duft von gerösteten Kaffeebohnen erinnerte, aber viel milder und für kleine Füchse und Feen geeignet war. „Mmmh, das ist die beste Sternenmilch überhaupt!“, sagte Finchen selig und nahm einen großen Schluck. Elara nickte zustimmend. Der warme Duft schwebte sanft in der kühlen Nachtluft. Die beiden Freunde kuschelten sich eng aneinander, das silbrige Teleskop neben ihnen glitzerte im Mondschein. Bald schliefen Finchen und Elara sanft ein, ihre Herzen gefüllt mit den Wundern des Himmels und dem süßen Geschmack von Kirschen und Sternenmilch, während die goldenen Currysterne über ihnen Wache hielten und ihnen die schönsten Träume sandten.
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