Ricos leises Geheimnis
Es war einmal eine kleine Schildkröte namens Thea. Thea liebte es, in der warmen Nachmittagssonne zu dösen. Ihre Augen wurden ganz schwer, und ihr Kopf wippte sanft. Heute war ein perfekter Tag für ein kleines Nickerchen. Thea suchte sich ein gemütliches Plätzchen unter einem großen, grünen Blatt. Sie gähnte genüsslich und streckte ihre kleinen Beine aus. Gleich würde sie in den süßesten Träumen versinken. Doch da kam Rico der Rugbyball mit einem lauten PFIFF und HOPP angehüpft! Rico war voller Energie, seine bunten Streifen blitzten. Er liebte es, zu springen, zu rollen und sich fröhlich zu drehen. BUMM, PFIFF, HOPP! Rico sprang direkt vor Thea. "Hallo, liebe Thea!", rief er fröhlich. "Wollen wir spielen? Ich kann ganz weit rollen!" Thea blinzelte mühsam. "Hallo, Rico," murmelte sie. "Ich bin aber gerade sehr müde. Ich möchte jetzt schlafen." Rico verstand das nicht so ganz. "Aber Schlafen ist doch langweilig! Spielen ist doch viel lustiger!" Er hüpfte wieder, einmal nach links, dann einmal nach rechts. "Komm schon, Thea! Versuch doch, mich zu fangen!" Thea zog ihren Kopf tiefer in ihren Panzer zurück. Das laute Hüpfen machte es unmöglich, die Augen geschlossen zu halten. Sie seufzte leise. "Rico, könntest du bitte ganz leise sein? Ich brauche jetzt Ruhe, um zu schlafen. Nur wenn ich gut schlafe, werde ich groß, stark und wach." Rico stoppte mitten im Sprung. Groß und stark? Das wollte er auch für Thea! Er sah Theas müdes Gesicht und verstand nun. Sie brauchte wirklich ihre Ruhe. Rico dachte nach. Was konnte er tun? Er konnte nicht spielen, aber er wollte Thea trotzdem helfen. Plötzlich kam ihm eine Idee! Ganz, ganz langsam, ganz leise, rollte Rico sich direkt neben Thea. Er legte sich ganz still hin, wie ein großer, weicher Stein. Nicht ein einziger Hüpfer, nicht ein einziges Rollen, und kein Geräusch kam mehr von ihm. Er war ganz still. Thea spürte die plötzliche Stille. Sie hörte nur noch das sanfte Rascheln der Blätter und das ferne Summen einer kleinen Biene. Ihre Augen schlossen sich wieder. Sie fühlte sich sicher und geborgen neben ihrem nun stillen Freund Rico. Thea schlief friedlich ein und träumte von einem großen Salatblatt. Rico blieb ganz still an ihrer Seite, wie ein guter Beschützer. Er wusste, dass es manchmal das Schönste war, einfach nur leise zu sein und einem Freund beim Schlafen zuzusehen. Und so schlief Thea gemütlich weiter, während Rico ganz still auf ihren süßen Traum aufpasste. Jetzt kannst auch du deine Augen schließen und eine kleine, wohltuende Pause machen, genau wie die kleine Thea.
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