Bennis großes Fußball-Feuer
Es war einmal, tief im zauberhaften Wald, da lebte ein kleiner Dachs namens Benni. Benni war anders als die anderen Dachse. Er liebte nicht nur das Graben und Herumtollen, sondern vor allem eines: Fußball! Sein Herz brannte für diesen Sport, wie ein kleines, aber sehr helles Feuer. Jeden Morgen, wenn die ersten Sonnenstrahlen durch die Blätter tanzten, rannte Benni auf eine kleine Lichtung. Dort hatte er sich aus ein paar Ästen und Moos ein kleines Tor gebaut. Stundenlang übte er. Er kickte seinen Lieblingsball, einen runden Stein, der mit weichem Moos umwickelt war, hin und her. Manchmal kickte er so fest, dass er selbst umfiel, aber das machte ihm nichts aus. Er stand auf, lachte und spielte weiter. Die älteren Tiere, wie der große Braunbär Bruno, sahen Benni oft zu. Bruno lächelte über Bennis Eifer. Benni wollte unbedingt so gut sein wie die großen Hirsche oder die flinken Füchse, aber manchmal fühlte er sich zu klein. Er hatte so viel Leidenschaft, so viel "Feuer", aber ihm fehlte noch etwas. Eines Tages versuchte Benni, den Ball durch sein kleines Tor zu schießen. Er rannte an, kickte mit all seiner Kraft, aber der Ball verfehlte das Tor immer wieder. Er war frustriert. "Grrr", knurrte er leise. Da kam Bruno der Bär näher. "Was ist los, kleiner Freund?", brummte er sanft. "Ich kann es nicht, Bruno!", sagte Benni traurig. "Mein Feuer ist groß, aber der Ball will nicht ins Tor!" Bruno setzte sich zu ihm. "Weißt du, Benni", sagte er, "manchmal ist es nicht nur die Kraft, die zählt. Manchmal ist es die Idee, die kleine List, die den Unterschied macht." Er zeigte Benni, wie er den Ball nicht nur mit voller Wucht, sondern auch mit Gefühl schieben konnte, genau in die Ecke des Tores. "Denk daran, Benni. Dein Feuer ist wunderbar, aber ein kluger Kopf und ein feiner Fuß können noch so viel mehr bewirken." Benni hörte genau zu. Er probierte es aus. Er atmete tief durch, schaute genau hin, wo das Tor war, und schob den Ball mit einem sanften, aber bestimmten Stoß. Plötzlich – Zisch! – der Ball rollte direkt durch die Mitte seines kleinen Tores! Benni strahlte! "Ich hab's geschafft!", rief er glücklich. Bruno nickte. Von diesem Tag an spielte Benni noch besser. Er wusste, dass sein Herz für Fußball brannte, aber auch, dass ein wenig Nachdenken und Gefühl ihn zu einem echten Meister machten. Bald durfte er mit den älteren Tieren spielen und alle bewunderten seinen Fußball-Eifer und seine cleveren Tore. Am Abend, als Benni müde aber glücklich in seinem Bau lag, dachte er an den Tag. Sein Fußball-Feuer würde niemals ausgehen, und er würde immer weiter lernen. Mit einem Lächeln auf den Lippen schlief er ein, träumend von weiteren Toren.
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