Fietes Lied für den Garten
Es war einmal ein kleiner Hund namens Fiete. Fiete hatte weiches, braunes Fell und Ohren, die lustig wackelten, wenn er rannte. Am allerliebsten spielte Fiete in seinem großen Garten. Dort gab es so viel zu entdecken! Bunte Blumen, summende Bienen und hohe Bäume, deren Blätter im Wind flüsterten. Eines Tages, als Fiete zwischen den Gräsern herumtollte, stieß er auf eine ganz besondere Pflanze. Es war ein riesiger Farn, so groß, dass Fiete sich fast darin verstecken konnte. Die Blätter des Farns waren dunkelgrün und sahen aus, als würden sie leuchten, wenn die Sonne darauf schien. Fiete bemerkte, dass die Pflanze ein ganz leises, schönes Geräusch machte, wenn ein leichter Windhauch durch sie strich. Es klang wie ein sanftes Summen. "Was ist das denn für ein Klang?", wunderte sich Fiete. Da krabbelte ein kleiner Marienkäfer namens Punktolino auf ein Blatt des Farns. "Das ist die Musik des Gartens", flüsterte Punktolino. "Aber es fehlt etwas, um sie ganz laut und klar zu machen." Fiete überlegte. Er liebte Musik! Er wackelte mit dem Schwanz. Er suchte und suchte, schnüffelte an jedem Busch und unter jedem Stein. Plötzlich, hinter einem alten Apfelbaum, entdeckte er etwas Besonderes. Es war eine kleine, hölzerne Ukulele, die jemand vergessen hatte. Sie war etwas staubig, aber noch ganz. Fiete stupste sie vorsichtig mit seiner Schnauze an. Er versuchte, die Saiten mit seinen Pfötchen zu zupfen. Quak, quietsch, dong! Es klang ein bisschen schräg und nicht so schön wie das Summen des Farns. Fiete wurde traurig. "Ich möchte doch so gerne Musik machen", dachte er. Gerade da kam Amsel Amalie vorbeigeflattert. Sie setzte sich auf einen Ast über Fiete und beobachtete ihn. "Du siehst traurig aus, kleiner Fiete. Was ist denn los?", fragte Amalie mit ihrer klaren Stimme. Fiete zeigte auf die Ukulele und jaulte leise. Amalie lächelte. "Ich helfe dir", sagte sie freundlich. Sie pickte vorsichtig an den Saiten, während Fiete versuchte, die kleinen Griffe zu halten. Gemeinsam probierten sie verschiedene Töne aus. Schon bald klang es viel besser! Eine wunderschöne, sanfte Melodie erfüllte den Garten. Die Blumen wiegten sich im Takt, die Gräser tanzten und sogar der große Farn schien noch grüner zu leuchten. Alle Tiere im Garten hörten zu und wurden ganz ruhig. Als Fiete und Amalie das letzte Lied spielten, war der ganze Garten in einen sanften Schlaf gesunken. M
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