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Traubinchens schläfriges Riesenrad-Abenteuer

Tief im grünen Weinberg lebte eine kleine lila Traube namens Lilli. Lilli war die kleinste Traube am ganzen Weinstock. Ihre größten Träume waren es, hoch in den Himmel zu schweben und die Welt von oben zu sehen. Aber wie sollte das eine winzige Traube nur schaffen? Eines sonnigen Nachmittags kam ein freundlicher Marienkäfer namens Punkt zu Besuch. Punkt hatte gehört, wie Lilli von ihren Himmels-Träumen sprach. „Ich weiß, wie du fliegen kannst, Lilli!“, zwitscherte Punkt. „Komm mit mir zum großen Sommerfest im Tal! Dort gibt es ein riesiges Riesenrad, das dich ganz, ganz hoch hinaufbringt.“ Lilli war ganz aufgeregt! Punkt trug sie vorsichtig auf seinem Rücken, und gemeinsam flogen sie zum Festplatz. Dort stand es: das Riesenrad! Es war so groß und farbenfroh, dass Lillis Augen vor Staunen riesengroß wurden. Es drehte sich langsam, und die kleinen Gondeln sahen aus wie bunte Körbe, die hoch in den Himmel schwebten. Ein freundlicher Dachs namens Herr Borste bediente das Riesenrad. Er lächelte, als er Punkt und die kleine Traube Lilli sah. „Na, kleine Traube“, brummte er sanft, „möchtest du eine Runde drehen?“ Lilli nickte so begeistert, dass sie fast von Punkts Rücken fiel. Herr Borste half ihnen vorsichtig in eine weiche, blaue Gondel. Langsam begann die Gondel sich zu bewegen. Erst hob sie Lilli nur ein kleines Stück vom Boden ab, dann immer höher und höher. Lilli hielt den Atem an. Von oben sah der Weinberg aus wie ein grüner Teppich, und die Häuser waren winzig wie Spielzeug. Die Sonne schien warm auf Lillis kleine Traubenhaut, und der leichte Wind schaukelte die Gondel sanft hin und her. Es war so ruhig und friedlich da oben. Lilli lehnte sich zurück. Die schaukelnde Bewegung des Riesenrads war so angenehm. Sie sah die kleinen Wolken vorbeiziehen, die aussahen wie flauschige Wattebällchen. Die Welt unter ihr wurde immer kleiner und die Geräusche des Festes immer leiser. Lillis Augenlider wurden schwer. Das sanfte Schaukeln und die warme Sonne machten sie ganz, ganz müde. Als die Gondel langsam wieder nach unten schwebte und zum Stehen kam, hatte Lilli ihre kleinen Augen schon halb geschlossen. Sie gähnte leise. „Das war das schönste Abenteuer, das ich je hatte“, flüsterte sie zu Punkt. „Und jetzt bin ich so müde, dass ich ein kleines Schläfchen halten könnte.“ Herr Borste hob sie vorsichtig aus der Gondel. Lilli kuschelte sich an Punkt und schlief noch bevor sie den Weinberg erreichten, tief und fest ein, von süßen Träumen getragen.

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